Eiszeit

Eine Eiszeit oder auch “Kaltzeit” zeichnet sich durch dauerhaft niedrige Temperaturen im Minusbereich aus. Gebirgsgletscher und Inlandeismassen breiten sich aus und werden stetig von Niederschlägen genährt. Ganze Länder wurden während der letzten Kaltzeit von zum Teil mehrere Kilometer mächtigen Eismassen bedeckt.

Das Eiszeitalter

Der Begriff “Eiszeitalter” bezieht sich auf einen Zeitraum, der von sich abwechselnden Kalt- und Warmzeiten geprägt ist. Dieser Wechsel von Temperaturextremen ist Ausdruck natürlicher Klimaschwankungen, wie sie im Laufe der Erdgeschichte immer wieder vorgekommen sind.

Heute befinden wir uns in einer Warmzeit mit Temperaturen, die z. B. üppiges Pflanzenwachstum bis in höhere Breiten erlaubt.

Zeugen der Eiszeit

Überreste der letzten Eiszeit finden sich überall an der schleswig-holsteinischen Ostseeküste und im Binnenland. Die Steilküsten der Ostseeküste mit ihren meterhohen steilen Hängen sind nur ein Beispiel. Sie werden von Tills (Geschiebemergel) aufgebaut. Till enthält Material aller Korngrößen, vom Tonpartikel bis zum tonnenschweren Findling. Dieses Material stammt vor allem aus Skandinavien und vom Grund der Ostsee, welche von den Eismassen überfahren wurden.

Nicht nur, dass uns das Dasein von Steinen skandinavischen Ursprungs an der Ostseeküste einiges über die letzte Eiszeit verrät. Die Steine selbst haben eine Geschichte zu erzählen. Davon, woher sie stammen oder wie die Eismassen über sie hinweg geglitten sind und Spuren in Form von Gletscherschrammen auf dem Stein hinterließen.

Leben in der Eiszeit

Im Vorland der Eismassen wuchsen niedrige Pflanzen wie z. B. Moose und Flechten, die an kühles Klima angepasst sind. Fellnashörner, Riesenhirsche, Mammuts, Säbelzahnkatzen und der Mensch zogen auf der Suche nach Nahrung durch das karge Land.

Die frühen Menschen lebten nomadisch und machten in wärmende Felle gehüllt vor allem Jagd auf Rentiere. Als Spuren unserer Vorfahren finden sich heute meist Waffen, vor allem Pfeilspitzen aus Feuerstein.