Schleswig-Holsteinisches Eiszeitmuseum e.V.

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Wir über uns

Das Schleswig-Holsteinische Eiszeitmuseum ist ein Museum zum Anfassen.

Jemand schrieb in unser Gästebuch, dass sich hier nicht nur große Besucher über die Eiszeit informieren können, sondern dass es gelungen ist, auch die kleinen Besucher zu begeistern. Genau das ist unser Ziel, und so darf in dem neuen Museum fast alles angefasst werden: Ein Mammutbackenzahn, der in der Nordsee gelegen hat, oder ein Stein, der voller versteinerter Muschelschalen ist. Es darf getestet werden, wie glatt die vom Gletscher polierten Steine sind, oder wie ein Stinkkalk riecht wenn er gekratzt wird. Man kann das Gewicht von Findlingen schätzen oder ein Stück versteinertes Holz anheben. Da gibt es Steine-Puzzle, eine Mal-Ecke, eine Verkleidekiste und unsere eiszeitlichen Kuscheltiere.

Hauptattraktion für Schulklassen sind nach einer Führung durch das Museum erlebnispädagogische Aktionen. Kinder können wie die Menschen in der Eiszeit Feuerstein bearbeiten und daraus Werkzeuge herstellen oder Speerschleudern basteln und ausprobieren. Bernstein kann geschliffen werden, Fossilien können in Gips abgegossen oder aus Steinen herauspräpariert werden. Es gibt Gletschereis-Experimente im Sandkasten oder man kann Gesteine und Fossilien kennen lernen.

Den Älteren wird gezeigt, dass es im Verlauf der Erdgeschichte sehr warme Zeitabschnitte gab, in denen auch an den Polkappen nicht immer Gletscher ausgebildet waren. Vor 30 Millionen Jahren war die Erde sogar vollständig gletscherfrei. Am Südpol wuchsen damals Wälder. Und dann gab es in der gesamten Erdgeschichte immer wieder Eiszeiten. Vor 440 Millionen Jahren war fast die gesamte Sahara vergletschert. Die letzte Eiszeit ging bei uns vor etwa 12.000 Jahren zu Ende. Das Erbe der Gletscher wird im Eiszeitmuseum mit neuem Leben erfüllt - erlebbar wird die Kraft des Eises, man taucht ein in 2 Milliarden Jahre Erdgeschichte.

 

Die Zielsetzung

Das Museum ist in seiner Konzeption vor allem Informations-Zentrum. Es zeigt die Entstehung Schleswig-Holsteins, wie die mächtigen Gletschermassen skandinavisches Gestein über viele hundert Kilometer hinweg nach Norddeutschland verfrachtet haben, wie die Eiszungen und Schmelzwässer die Oberfläche der Landschaft formten.

Der zweite Schwerpunkt liegt auf der Ausstellung von Fossilien, Gesteinen und Mineralien, die als Geschiebe hier in Schleswig-Holstein zu finden sind. Neben häufigen und charakteristischen Funden sind auch zahlreiche Schaustücke und Exponate von internationaler Bedeutung zu sehen.

Im Museum werden wichtige Sammlungen archiviert, um als Lehrsammlung zu dienen oder wissenschaftlichen Bearbeitern zur Verfügung zu stehen.

Das Museum ist Begegnungsstätte von naturkundlich interessierten Besuchern, Schulklassen, Sammlern, Wissenschaftlern und Touristen. In einer erlebnispädagogisch entwickelten Ausstellung hält es für Besuchergruppen unterschiedlicher Altersstruktur und Vorbildung differenzierte Angebote bereit. Ein "Be-Greifen" der Ausstellungsinhalte wird angestrebt.

In Zusammenarbeit mit dem Landesamt für Natur und Umwelt sowie mit verschiedenen Naturschutzverbänden kann ein Beratungszentrum für die ökologische Bewirtschaftung und Rekultivierung von Kiesgruben entstehen. Die Schaffung verschiedenartiger Biotope in einer ökologisch rekultivierten Kiesgrube führt zur Ansiedlung zahlreicher neuer und auch seltener Tierarten. Kieswirtschaft und Umweltschutz, verbunden mit der Durchführung wissenschaftlicher Projekte mit ökologischer oder geowissenschaftlicher Fragestellung, sind durchaus vereinbar.

 

 

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Stand: 06. März 2006.